Die Angst geht um im politischen Deutschland. Der braune Sumpf, vor über siebzig Jahren trockengelegt, zerrt wieder an den Füssen der Demokratie. Am Sonntag um 18 Uhr mit Herausgabe der ersten Prognose standen die Kandidaten der etablierten Parteien und deren Anhänger sichtlich unter Schock. Später dann auch weite Teile der Bevölkerung.
Aber, um der Wahrheit die Ehre zu geben, schockiert mich mehr als das Wahlergebnis, die allumfassende Angst vor dem braunen Mann, die transportiert durch die Medien derartig allumfassend ist, wie die Angst vorm Flüchtling in jenen sächsischen Gebieten, in denen Vater und Mutter Geschwister sind, wo sich die AfD ihre Direktmandate geholt hat und sich jeder Flüchtling nach einmaligen Umschauen freiwillig wieder auf den Weg zurück ins Kriegsgebiet machen würde. Da liegt der geschundene Körper dieses demokratiefressenden Darth Vader noch nicht einmal als halbverkohlte Leiche Anakin Gaulands auf der Bahre seines Imperators und schon verfällt die ganze Republik in panische Schockstarre. Natürlich sind bundesweite 13 % der Wählerstimmen kein Pappenstiel und natürlich sollte dieser bundespolitische Warnschuss vor die Füße der etablierten Parteien bei diesen jetzt aber endgültig alle Alarmglocken zum Leuten gebracht haben, aber trotz alledem sollte man doch die berühmte Kirche im Dorf lassen und etwas Gelassenheit an den Tag legen.
Bei einer Bevölkerungszahl von 80 Millionen Deutschen und einer Wahlbeteiligung von knapp 75 % reden wir über ungefähr 7,5 Millionen Stimmabgaben zu Gunsten der AfD. Dieser Wert läge noch unter dem von mir grob geschätzten Anteil an Deutschen, die, wenn der „größte Feldherr aller Zeiten“ wieder aus seiner benzingetränkten Asche emporstiege, voller Stolz und Entschlossenheit die Hakenkreuzfahne zum Fenster hinaushängen würden und mit aller Inbrunst „Sieg Heil“ skandierten. Sogar die Orte ihres häufigsten Auftretens sind erwartbar gewesen. Ländliche Gebiete Bayerns und Württembergs und typische Ostgebiete wie eben Sachsen, welches bereits zu DDR-Zeiten als Tal der Ahnungslosen verschrien war. Dieses wahrlich nicht homogene (Nein, werter AfD-Wähler, das ist nichts Sexuelles) Konglomerat verschiedenster Interessen namens AfD entsendet nun also entsprechend einhundert Abgeordnete in unser Parlament. Wenn man sich unter den Führungspersönlichkeiten der letzten Monate und Jahre willkürlich ein paar Exemplare herauspickt, dann ist das Einzige was einem dazu einfällt der Gedanke, wie degeneriert müssen eigentlich die typischen Hinterbänkler dieser Partei sein, wenn bereits die Parteispitzen die intellektuelle Größe eines Schlachtergehilfen nur mit Mühe erreichen. Nachdem Parteichefin Frauke Petry bereits einen Tag nach der Wahl ihren Austritt beschlossen hat um nun ihre eigene NSdAPetry zu gründen, bleiben Gestalten wie Alexander Gauland übrig, der Prototyp des zornigen Opas der verzweifelt versucht die Zeit zurück zu drehen. Da wäre auch Alice Weidel zu nennen, deren Lebensumstände so weit von den Idealen ihrer Partei entfernt sind, wie Hinkefuß Goebbels vom arischen Idealmenschen und wo wir gerade beim Thema sind, Björn Bernd Höcke dessen Nähe zu Josef Goebbels fast schon satirische Züge hat. Da sich die Personalie Gauland in den nächsten Jahren biologisch von selbst lösen und Frau Petry wie bereits beschrieben, in ihrem eigenen Gau landen wird, noch ein paar Details zur kommenden, starken Persönlichkeit der AfD. Alice Weidel lebt steuerpflichtig in der Schweiz – mit einer Asiatin. Sie arbeitete früher bei Goldman Sachs, ist Mitglied in der F.A. von Hayek-Gesellschaft, einer Art Think-Tank, dem bis vor kurzem auch FDP-Chef Christian Lindner angehörte und gegen sie ermittelten die Schweizer Behörden kürzlich wegen Schwarzbeschäftigung eines syrischen Flüchtlings. Bernd Höcke übernehmen sie…

 

Bildquelle: privat