Wer sind die Freunde der Bundesgartenschau Koblenz? Können Sie kurz zusammenfassen?

Im März 2009 gründeten 130 Bürgerinnen und Bürger die Freunde der Bundesgartenschau Koblenz 2011 e. V.. Ihr Ziele: Als bürgergesellschaftliche Bewegung die Bundesgartenschau 2011 (BUGA) zu unterstützen, die Menschen zu informieren und zum Mitmachen anzuregen. Während der BUGA verlieh der Verein Besuchern Mobilitätshilfen (Rollatoren und Rollstühle) sowie Bollerwagen.
Daraus wuchs unser gemeinnütziger Verein auf jetzt ca. 1100 Mitglieder, die pro Jahr mehr als 10.000 freiwillige Arbeitsstunden leisten.

Im Verein entwickelte sich aus konkreter Hilfe Identität. Das BUGA-Erlebnis soll nachhaltig fortwirken. Der Verein stellte sich dazu breiter auf. Sein Erfolg bestätigt seinen Kurs, parteipolitisch ungebunden und wertig zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität beizutragen

  • Der Verein ist zukunftsfähig, exzellent vernetzt, aktiv und attraktiv. Ihn berät ein Kuratorium aus Koblenz und der Region Mittelrhein. Die BUGA-Freunde sind
  • eine auf Koblenz und die Region Mittelrhein ausgerichtete Bürgerbewegung mit herausragenden Erfolgen und großem Potenzial
  • sie entwickeln das BUGA-Erbe vielfältig weiter
  • sie ermöglichen ihren Mitgliedern und Partnern die Mitgestaltung des öffentlichen Raums zur Steigerung der Lebens- und Aufenthaltsqualität
  • sie bieten ihren Mitgliedern Gemeinschaft, Information und Engagement und
  • teilen ihre Erfahrungen mit Partnern in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus.

Wir sind weltoffen und laden alle Neubürger und Menschen ein, uns kennen zu lernen und diese Ziele mit uns zu teilen. Erste Blicke in unsere schon reiche Geschichte sind über www.bugafreunde.de möglich. Aktuelles erscheint auch auf www.facebook.com/bugafreundekoblenz.

Kommunikation ist uns wichtig. Wir informieren die Menschen der Region und bundesweit durch Besuche, Vorträge, Führungen, Artikel und Interviews. Unsere Mitglieder erhalten monatlich einen Mitgliederbrief mit Neuigkeiten. Wir laden unsere Mitglieder vierteljährlich zu Dämmerschoppen mit einem aktuellen Thema ein. Reisen, Exkursionen und Teamveranstaltungen festigen unsere Gemeinschaft und eröffnen Perspektiven für unsere Aktivitäten.

Welche sind Ihre vergangenen Projekte? Welche aktuellen Projekte gibt es?

Die BUGA-Freunde Koblenz erweiterten ihre Aktionen nach der BUGA 2011. Die BUGA sollte weiterleben. Daraus entstanden folgende Orientierungen:

Informations- und Verleihdienst: Wir verleihen im Sommer im Festungspark Ehrenbreitstein Mobilitätshilfen, Spiele, Sonnenschirme und Liegen. Wichtig wurde es, dort auch Besuchern Informationen über uns und attraktive Angebote im gesamten Festungsbereich und Koblenz anzubieten.

Kunst- und Kultur/Jugend und Soziales: Neben der Informations- und Verleihstation betreiben wir eine Leselounge. Hier können Bücher – auch für Kinder – z.B. mit auf den nahen Kinderspielplatz mitgenommen werden. Wir fördern Kreativität und zeigen Werke großer und ganz junger Künstler auf ehemaligen BUGA-Flächen und in der Seilbahn Koblenz. In den Sommerferien bieten wir außerschulische Spiel- und Lernangebote für Kinder und Jugendliche im Werk Bleidenberg im Festungspark sowie kindergerechten Zugang zur Musik an. Erwachsene genießen Literaturlesungen, kulturell begleitete Dîner en blanc u.a.m.

Koblenz als attraktive Stadt: Ein Stauden-, Beet- und Bankpflegeteam des Vereins erhält BUGA-Flächen ums Koblenzer Schloss und im Festungspark, die sonst verschwunden wären. Wir haben im Schlosspark und in der Stadt mit Spenden weit über 100 Bäume ersetzt oder hinzugefügt. Hinzu kommen die Bänke der Langen Tafel, Sonnensegel zum Schutz spielender Kinder u.v.a.m.

Koblenzer Gartenkultur (KOGA): In einer Markenallianz mit dem städtischen Eigenbetrieb Grünflächen und Bestattungswesen, der Koblenz Touristik GmbH, der Seilbahn Koblenz und der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) bieten wir zwischen 1. Mai und Ende Oktober rund 60 meist kostenfreie Veranstaltungen im „BUGA-Feeling“ an.

Stadt und Region: Unsere öffentliche Vortrags- und Diskussionsreihe „Grüne Stadt am Wasser“ pflegt mit jährlich 5 – 6 Veranstaltungen BUGA-Bewusstsein. Sie thematisiert Aspekte der Stadt- und Regionalentwicklung und zeigt Perspektiven auf. Wir unterstützen die Bewerbung für eine BUGA 2031 im Welterbe Oberes Mittelrheintal sehr nachdrücklich.

 

Inwiefern entwickeln Sie Koblenz zu einer lebenswerten [lebenswerteren] Stadt?

Wir versuchen das über unsere Projekte. Unsere vielfältige Kommunikation beschreibt dabei die Leistung unserer Mitglieder als unsere wirkungsvollsten Markenbotschafter. Wir werden auf verschiedenen Tätigkeitsfeldern gerne konsultiert und unterstützen die Stadt und Partner in der Region in Projekten und Vorhaben.

Inwiefern hat die BUGA die Koblenzer Vielfältigkeit der Kulturen geprägt?

Der BUGA-Erfolg wertete Koblenz enorm auf. Es ist heute „Schwarmstadt“ mit hoher Lebensqualität, wenig Arbeitslosen, niedriger Kriminalität und guter Integrationsbilanz seiner fast 30% Menschen mit Migrationshintergrund. Aber dafür kann noch mehr geleistet werden. Wir laden alle Menschen zu uns ein und würden uns über Menschen mit anderen Biographien und Lebenserfahrungen sehr freuen.

Ausblick ins Jahr 2030: Was wünschen Sie sich für Koblenz und die BUGA-Freunde?

Wir wünschen uns eine fortgesetzt positive Entwicklung mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität. Möglichst alle Menschen sollen aktiv am Leben teilhaben und sich sicher und wohl fühlen – wo immer sie herkommen und welcher Kultur immer sie entstammen. Da im Jahr 2031 eine weitere BUGA in der Region und in Koblenz stattfinden soll, wünschen wir uns auf dem Weg zu 2030 eine Inspiration und konkrete Maßnahmen, die darauf abzielen. Koblenz muss Ankerpunkt dieser BUGA werden und im Welterbegebiet mit seiner Geschichte und Vielfalt bundes-, europa- und weltweit nachhaltig attraktiv strahlen Dier BUGA-Freunde soll es dann weiter geben. Sie sie werden sich auch für dieses Ziel kraftvoll einsetzen.
Was liegt Ihnen noch am Herzen, das sie speziell an unsere türkische Leserschaft adressieren würden?

Mitbürger türkischer Abstammung sind längst in Deutschland „angekommen“. Sie sind Teil des öffentlichen Lebens, unserer wirtschaftlichen Vielfalt und öffentlichen Versorgung. Sie vertreten ihre Interessen und tragen zur Vielfalt und Lebensqualität bei – je stärker sie sich für ihr neues Heimatland öffnen, desto mehr. Wir unterstützen das gerne. Kommen Sie zu uns, lernen Sie uns kennen und machen Sie bei uns mit. Sie können dabei Ihre Lebensqualität für sich und Ihre türkischen Mitbürger erhöhen und viel Positives bewirken. Unsere herzliche Einladung gilt.

 

Bildquelle: privat