Im November 2011 enttarnte sich der selbsterklärte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) selbst. Die rassistische Mordserie markiert einen Einschnitt in der bundesrepublikanischen Geschichte.

„Vollständige Aufklärung“ wurde den Hinterbliebenen im Jahr 2012 bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zugesagt. Es folgten der Prozess vor dem Oberlandesgericht München sowie Untersuchungsausschüsse von Bundestag und mehreren Landtagen. 

  

Wie ist der aktueller Stand: was ist über die Neonazis und das Netzwerk bekannt? Welche Verbindungen gab es?

Ist die Aufarbeitung abgeschlossen oder bleiben offene Fragen?

  

Diesen und weiteren Fragen wird Caro Keller von der Initiative NSU-Watch in einem Vortrag nachgehen.

Die Initiative hat den kompletten Prozess begleitet und zu jedem Prozesstag detaillierte Protokolle erstellt. Diese sind komplett auf der Homepage dokumentiert. Für ihre Arbeit wurde NSU-Watch mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Otto-Brenner-Preis. Bereits 2013 und 2014 waren Vertreter/innen der Initiative in Koblenz zu Gast.

  

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2018 statt, gemeinsam veranstaltet von:

AStA Hochschule Koblenz, Referat Politische Bildung

ATM (Arbeitsgruppe Türkischer Migranten) 

AWO Rheinland e.V., Abteilung für Migration und Interkulturelle Öffnung (angefragt)

Beirat für Migration und Integration Koblenz 

DGB Stadtverband Koblenz 

Türkische Gemeinde in  Rheinland-Pfalz

 

Link zu NSU-Watch: www.nsu-watch.info

Eine Veranstaltung des DGB am 19. Oktober 2018, 16.00 Uhr

Vortrag mit Caro Keller von NSU-Watch
Bürgerzentrum Lützel, Brenderweg 17-21, 56070 Koblenz

Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten unter koblenz@dgb.de

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