Die mittlerweile 55. Spielzeit der 1. Fußball-Bundesliga der Männer ist in vollem Gange. Tore, Emotionen, Überraschungen – es ist wieder alles dabei.
Einige Gewinner aus der vergangenen Saison haben in dieser Spielzeit aber gewaltig zu kämpfen:
Hertha BSC, SC Freiburg und vor allem der 1.FC Köln finden sich dieses Mal in der zweiten Tabellenhälfte wieder. Ist es bei den Hauptstädtern und dem FC die zusätzliche Belastung durch die Euro League? Bei den Rheinländern ist nach dem Abgang von Offensiv-Entertainer Anthony Modeste absolute Torflaute. Vor lauter Verzweiflung holte man sogar „Offensiv-Opa“ Claudio Pizarro aus dem Ruhestand zurück. Der ist mit 39 Jahren der Methusalem der Bundesliga und durfte sich schon seine Schultüte für die Einschulung aussuchen, als Schalkes Trainer Domenico Tedesco noch gar nicht geboren war…
Trotzdem darf der vor allem bei den Fans sehr beliebte Trainer Peter Stöger nicht mehr seinem Beruf in Köln nachgehen.
Ob der kölsche Leitsatz „ Et hätt noch immer jot jegange“ auch dieses Jahr Bestand hat, darf bezweifelt werden.
Die ersten Trainerwechsel fanden zur Überraschung vieler in Wolfsburg und bei den Bayern statt. Während bei den Niedersachsen der Ex-Mainzer Martin Schmidt noch nicht so richtig zündet, war der Tausch von Carlos Ancelotti zu „Super-Jupp“ Heynckes höchst erfolgreich. Der 72jährige verhalf seinem FC Bayern wieder zu Platz 1 und nach fünf Meisterschaften in Folge möchte man diesen Status an der Säbener Straße auch beibehalten.
Der SV Werder Bremen und der HSV kämpfen erneut um Punkte und positive Platzierungen. Aber auf Licht folgt auch immer wieder Schatten. Die Grün-Weißen haben bereits auf der Trainerbank reagiert. Für Alexander Nouri kam erneut jemand mit „Stallgeruch“ – Florian Kohfeldt. Man bleibt sich treu an der Weser. Nur höchst ungern holt man jemanden von außen…
Stark gestartet, aber auch wieder stark nachgelassen hat man in Dortmund. Mit Neu-Trainer Peter Bosz verzückte man in den ersten Wochen der Saison Fans und Umfeld. Aber Dortmund ist nicht Amsterdam – nach einigen unbefriedigenden Ergebnissen und dem Abrutschen in der Tabelle ist der Niederländer nicht mehr unumstritten.
Revierrivale Schalke 04 hat sich einen ganz jungen Mann auf die Trainerbank gesetzt. Mit Domenico Tedesco, so war die Hoffnung, sollte alles besser werden. Aber war das nicht auch schon mit Markus Weinzierl, Jens Keller und Roberto di Matteo so? Mit dem Deutsch-Italiener an der Seitenlinie werden aber sämtliche Erwartungen erfüllt, teils sogar übertroffen.
Die Aufsteiger
aus Stuttgart und Hannover zeigen sich stabil. Sinnvolle
Verstärkungen, ein jeweils eingespieltes Team

lassen die
Vermutung reifen, das der Abstieg in der Saison 2015/2016 nur ein
Betriebsunfall war.
Es gibt wieder eine Handvoll Mannschaften, die die Winterpause herbeisehnen und sich vom Christkind Ideen und Konzepte wünschen, um die Rückrunde erfolgreicher zu gestalten.

 

 

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