Kinder waren schon immer unsere Zukunft und werden es immer sein. Oder welche Zukunft sollte es sonst geben?
Die Menschen werden nur überleben, wenn sie Kinder bekommen oder sich anderweitig fortpflanzen. Das ist ein Naturgesetz.
Die Frage ist nur, unter welchen Bedingungen unsere Kinder aufwachsen, und ob sie es schaffen in der Zukunft zu bestehen. Das Problem dabei ist, dass wir niemals wissen was die Zukunft mit sich bringt. Wir leben in der Gegenwart, im Hier und Jetzt. Mit dem Wissen unserer Vergangenheit erziehen wir unsere Kinder. Jeder hat in der Vergangenheit seine eigenen Erfahrungen gemacht, und unterschiedliche Gruppen haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht, die eine bestimmte Kultur ausmachen. Diese fließen immer auch in die Erziehung und Entwicklung der eigenen Kinder ein.
Bei allen gleich ist es bis heute, dass die Kinder von der Mutter geboren werden, trotz allem biologischem Spielraum. Daraus folgt ein Naturgesetz, das zunächst die Mutter für das Leben des Kindes zuständig macht. Hier wurden im Laufe der Zeit ergänzende Varianten entwickelt, weil die Ernährung nicht mehr unbedingt mit der Mutterrolle verknüpft ist. Es kann zum Beispiel der Vater oder eine andere Person genauso die Verantwortung für das Leben des Kindes übernehmen. Früher mussten Kinder vor allen Dingen körperlich stark sein, um Auseinandersetzungen und Kriege zu gewinnen und um magere Zeiten gut zu überstehen. Heute spielen andere Werte eine Rolle, wie zum Beispiel Bildung und Sozialkompetenz, um anstehende Entwicklungsaufgaben bewältigen zu können und in unserer Berufswelt zu bestehen, bzw. gut zu überleben.
Vor circa 100 Jahren war den Menschen bewusst, dass nicht alle Kinder durchkommen würden. Die Gefahren waren zu groß zu erkranken, zu verhungern, oder in einer Auseinandersetzung zu sterben. Da die Familien heute weniger Kinder zur Welt bringen, geht es auch darum, das Leben der Kinder vor Gefahren zu schützen. Damals waren die Menschen hier robuster, auch in ihren Erziehungsmethoden. Heute wird vielfach an einem liebevollen Erziehungsstil gearbeitet.
Kulturelle Unterschiede entstehen schon sehr früh aus geographischen Besonderheiten, aus dem Nahrungsangebot und aus der Haltung und Einstellung der Eltern und der Gruppe in der sie aufwachsen. Die Orientierung an religiösen, staatlichen oder informellen Regeln spielt eine große Rolle. Auch Vorbilder können die Haltung wesentlich beeinflussen. Hier stehen an erster Stelle die Eltern für ihre Kinder. Und auch die Frage, inwiefern sie mit einer Gruppe konform sind oder sich abgrenzen. Nicht zu verachten ist immer noch die Qualität der Bindung an Personen. Diese ersten Erfahrungen wirken oft bis ins hohe Alter. Es macht einen Unterschied, ob nur die Mutter für die Kinder zuständig ist, oder beide Eltern. Es ist etwas anderes, ob man Kinder zu Hause erziehen möchte oder sie in einen Kindergarten gehen lässt. Kinder entwickeln sich anders, wenn sie sich frei entfalten können, als wenn sie vollkommen verplant werden, wenn sie selber einen Wert haben, oder wenn sie im ständigen Wettbewerb mit Konkurrenten stehen. Es macht einen Unterschied, welche Bildungsangebote Kinder bekommen und welche Möglichkeiten sie in Ihrer Freizeit nutzen. Oft stellt sich die Frage für Eltern: Wie mache ich es richtig? Welche Anreize sind die richtigen? Wichtig ist den Kindern eine positiv wertschätzende Anleitung zuteil werden zu lassen, die auch die Bedürfnisse von Kindern berücksichtigen. Dies soll natürlich möglichst kindgerecht erfolgen. Und da stellt sich schon manchmal die Frage, welche Angebote kindgerecht sind. Es geht hier nicht nur um die Zukunft und um einen möglichst guten Job, sondern auch um eine gute Entwicklung im Moment, in der die Kinder weder körperlichen, noch seelischen Schaden nehmen sollten. Können sich Eltern und andere Personen hier oder in anderen Ländern für gute Bedingungen für die Kinder allgemein einsetzen? Oder wird dies unterdrückt oder sanktioniert? Daran unterscheidet man, wie wichtig die Zukunft der Kinder wirklich ist.

 

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