Kinder brauchen Bewegung, keine Frage. Aber wie viel tut Ihnen wirklich gut? Und wie viel ist zu viel? In der Regel wollen Kinder ja die Bewegung. Das ist schon mal die halbe Miete. Für den Rest sind die Erwachsenen zuständig, von den Eltern bis zu den Erziehern. Sie sollten den Kleinen ein vielfältiges Angebot an Möglichkeiten zu Bewegung anbieten.

Im Alter von ca. 7-10 Jahren finden die größten Wachstums- und Reifungsprozesse des Menschen statt. Dabei gilt insbesondere das Alter von ca. 8-12 Jahren als das „goldene“ Lernalter für die Motorik. Hier sollten die Kinder möglichst oft alle Bewegungen, wie z.B. hüpfen, springen, rennen, rollen, ringen, rhythmisches Bewegen, werfen, heben, turnen, halten etc. durchführen. Die Freude an der Bewegung steht dabei im Vordergrund. Ziel ist die spielerische Entwicklung von koordinativen Grundfähigkeiten z.B. Gleichgewicht, Rhythmus und Orientierung.

Kinder und Krafttraining

Das kindliche Skelett weisst bis zum ca. siebten Lebensjahr grundsätzlich weniger Festigkeit gegenüber Druck- und Biegekräften auf. Ab diesem Alter besteht dann die Notwendigkeit die Muskulatur zu kräftigen. Dadurch entwickelt sich auch das stützende Gewebe schneller und effektiver.

Die Belastungsreize sollten dabei vielfältig sein und unter den maximalen Möglichkeiten bleiben. Eine Überforderung ist im Allgemeinen nicht zu befürchten. Denn: Der Steuerungsmechanismus der Ermüdung funktioniert in diesem Alter sehr gut. Auch ein Technik-orientiertes Training mit freien Gewichten ist in der Regel unproblematisch.

Mit Beginn der Pubertät verändert sich, vor allem bei Jungs, der Muskelmassenanteil. Ein Krafttraingsprogramm mit Kindern und Jugendlichen kann die Körperzusammensetzung verbessern, das heißt: den Körperfettanteil senken und gleichzeitig die Muskelmasse erhöhen und allgemein das Aktivitätsniveau des Kindes steigern.

Kinder und Ausdauertraining

Ausdauer wird spielerisch, abwechslungsreich und mit Pausen gestaltet. Die Dauermethode findet bei bis zu zwölf Jährigen zurecht selten ihre Anwendung. Es wird hier nur sporadisch über 800 m bis 1200 m nach der Dauermethode trainiert.

Zur Anwendung kommen sollten: Spiele wie Ballspiele oder Fangspiele, verschiedene Geländeformen, verschiedene und unterschiedlich lange Intervalle, Startionentraining, Staffelläufe, etc. Auf Grund der hohen präventiven im Herz- Kreislauf- System sollte immer ein gewisser Prozentsatz „Ausdauer“ ins Training einfließen. Ausdauer begeisterte Jugendliche Sportler sollten berücksichtigen, das die meisten Guten Marathonläufer in ihrer Jugendzeit Mittelstreckenläufer und eben keine spezialisierten Langstreckler waren.

Personal Training für Kinder

Bei konkreten Fragestellungen und Trainingsinhalten kann ein begleitendes Personal Training sinnvoll sein. Sprechen sie Trainingsinhalte und Trainingszeitraum möglichst konkret ab. Auch eine Kinderfitnessgruppe eines Personal Trainers kann wertvolle Dienste leisten.
Kinderfitness hat eine hohe Bedeutung für die motorische, soziale und persönliche Entwicklung des Kindes. Das gilt auch für eine gesündere Körperzusammensetzung. Mitentscheidend für eine gesunde Entwicklung sind die Erwachsenen Vorbilder.

Quellenangaben:
Fit für Pisa, Klasse in Sport, Liersch

Bildquelle: freepik