Nach der Saison ist vor der Saison. Während andere Nationen noch die Finalrunde der Weltmeisterschaft spielen dürfen, bereiten sich in Deutschland die Bundesliga-Clubs so langsam auf die anstehende Saison vor.

Mit dem 1. FC Köln und dem HSV verlor die Liga gleich zwei Traditionsclubs, aber mit Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Nürnberg kommen gleich zwei Mannschaften nach jahrelangem Kampf im Unterhaus in die oberste Spielklasse zurück.

Auf den Trainerbänken gibt es definitiv einschneidende Veränderungen. In Dortmund passte weder Bosz noch Stöger, also verpflichtete man nun mit Lucien Favre einen Mann, der die Bundesliga aus seiner Zeit bei Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach kennt. Aber der 60-Jährige wird alleine aus Altersgründen auch keine ganz lange Vertragslaufzeit erfüllen können.

Wobei: Bayern München wurde Meister dank eines Ü70-Trainers. Nämlich Jupp Heynckes. Für den ist aber nun wirklich Schluss mit Arbeit, bis ihn wieder ein Hilferuf vom Verein erreicht. Aber mit Niko Kovac hat man erst einmal einen innovativen und fleißigen Übungsleiter gefunden. Hoffentlich bekommt er genügend Zeit, um seine Ideen entwickeln zu können.

Leipzig präsentiert mit Ralf Rangnick den Vorgänger von Ralph Hasenhüttl und geht ab Sommer 2019 mit Julian Nagelsmann aus Hoffenheim ins Rennen.

Da die Nationalmannschaft nun doch mehr Urlaub hatte, als erhofft, darf sich das gerne positiv auf die Leistungen der Bundesligamannschaften auswirken. Vielleicht ja auch in den Spielen der Euro League und der Champions League.

Hier wurde sich in der abgelaufenen Saison sicherlich nicht mit Ruhm bekleckert.

 

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